Teil 1 : Das hässliche Entlein

Husqvarna Te 610 Baujahr 1992
Husqvarna Te 610 Baujahr 1992 "Twoface"

Mein Vater und ich waren gerade noch mit dem Aufbau meiner weißen Husqvarna Te 610 Enduro beschäftigt, als wir auf die Annonce einer Husvarna Te 610 Supermoto stießen. Im Nachhinein betrachtet, war dieses Motorrad die perfekte Basis für einen schönen Neuaufbau, aber davon wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nichts. Der Preis war gut und da ich schon länger von der Supermotothematik angetan war, kauften wir diese Maschine. Zeitnah holten wir sie auch schon ab und konnten einen ersten Blick auf sie werfen.

Die Bestandsaufnahme

Zuhause angekommen, machten wir uns ersteinmal ein sehr genaues Bild davon, was wir eigentlich kauften. Optisch war das Motorrad sprichwörtlich ein hässliches Entlein : Alle Plastikteile und die Schwinge waren mit sehr billigem schwarzen Sprühlack lackiert. Dieser löste sich an vielen Stellen von den Teilen. An anderen Stellen widerum war er so klebrig, dass an der Oberfläche kleine Dreckstücke und Pollen festhingen. Die verbauten Teile an der ganzen Maschine, konnten sich hingegen wirklich sehen lassen : Ein Supermoto Radsatz – mit der dazugehörigen Eintragung. Die originale Nissin Bremspumpe, wurde durch eine Bremspumpe einer Suzuki Gsxr ersetzt – auch hier mit Eintragung. Den Fatbar Lenker von Magura gab es auch noch dazu. Für mehr Sportlichkeit, zumindest optisch, sorgen die Lichtmaske und das Frontschutzblech von KTM und das Heck einer neueren Husqvarna. Jetzt aber zu den richtig interessanten Teilen : ein Mikuni Flachschieber Vergaser und ein Öhlins Stoßdämpfer hinten – allein diese beiden Teile rechtfertigten den Kaufpreis schon fast. Dazu kam dann noch die begehrte Usd-Gabel, nichts besonderes, aber bei den Te 610 durchaus gesucht. Was mich sehr begeisterte war, dass der Motor sogar beim Kauf lief. Als Sahnehäubchen gab der Verkäufer noch seine gebrauchte Lederkombi dazu. Nun noch ein wenig zu den negativen Punkten : die schon erwähnte schlechte Lackierung und eine schöne, aber leider nicht zugelassene Auspuffanlage. Die Maschine hatte keinen aktuellen Tüv und hier und da haben Kleinigkeiten gefehlt. Alles in allem, aber eine sehr gute Grundsubstanz für einen kompletten Neuaufbau.

Jetzt waren die Weichen für ein neues, beeindruckendes Projekt gestellt. Welche Ausmaße das Ganze im Laufe der Zeit annehmen würde und wie gut die Maschine letztendlich aussehen sollte, konnte ich damals nicht ansatzweise Erahnen. Bis zum nächten Mal 😉

Folien, Selbst folieren
Hier sieht man eine der Folien für das Design der Husky, als keinen Vorgeschmack – welche verwendet wurde verrate ich noch nicht 😀

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4 Comments

  • Hallo! Sehr schönes Bike! Ich habe mir selbst vor kurzem eine TE 610 gekauft (Baujahr 2001). Habe noch das Originalheck verbaut und wollte fragen von welchem Modell ihr das Heck übernommen habt. Ist die Lichtmaske und der Frontkotflügel von einer EXC?
    Mit freundlichen Grüßen
    Philipp Stocker

    • Hallo Philipp, vielen Dank für deinen Kommentar 🙂 Das Heck ist von einer Husqvarna Te 510 (ungefähr 2011) es passt allerdings nicht plug and play, hier sind einige Modifikationen nötig. Die Front ist komplett von KTM, sämtliche neuere EXC Teile sollten für den gleichen Look sorgen. An der Front sind auch kleinere Anpassungen vorzunehmen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Tobias

        • Nein das Heck habe ich nicht angefasst. Nur den Plastikteil musste ich ein bisschen ausschneiden. Mein Kennzeichenhalter ist „Marke Eigenbau“ wie man so schön sagt. Alle käuflichen Lösungen haben mir nicht gefallen, also habe ich ein Stück dickes Aluminium zurechtgeschnitten und gebogen.

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